| You searched for | Literatur-Nobelpreis für Herta Müller |
Literatur-Nobelpreis für Herta Müller
"Sie hat wirklich eine Geschichte zu erzählen"
Der Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an die in Rumänien geborene Deutsche Herta Müller. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie in Stockholm mit. Sie begründete ihre Auswahl unter anderem mit der Reinheit der Dichtung, die Müllers Werken innewohne. Müller zeichne "mittels der Verdichtung der Poesie und der Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit".
"Als ich ihre Bücher gelesen habe, hat mich das innerlich erschüttert", sagte der Chef der Nobelpreis-Akademie, Peter Englund. Müller schreibe "völlig ehrlich, mit einer unglaublichen Intensität. Sie schreibt auch als jemand aus einer Minderheit, völlig ohne Rücksicht auf sich selbst". Müller habe "wirklich eine Geschichte zu erzählen." Auf den Anruf aus Stockholm habe sie "überglücklich" reagiert, sagte Englund.
Eine Sprecherin des Carl Hanser Verlags sagte, die Schriftstellerin sei von ihrer Auszeichnung mit dem Literatur-Nobelpreis überrascht worden. In einem Telefonat habe Müller gesagt, sie könne das Ganze gar nicht glauben, sagte die Verlagssprecherin, bei dem Müllers aktuelles Buch "Atemschaukel" erschienen ist. Am Telefon habe die Schriftstellerin "gelacht und geweint".
Die Schriftstellerin lebt in Berlin. Sie wurde am 17. August 1953 im rumänischen Nitzkydorf geboren. Ihre Eltern gehörten der dortigen deutschsprachigen Minderheit an. In ihrer Heimat mit einem Publikationsverbot belegt, verließ sie 1987 Rumänien und zog in die Bundesrepublik. Ihre Werke sind geprägt von ihren Erfahrungen im totalitären Ceausescu-Regime. Sie ist mit ihrem in diesem Jahr erschienenen Roman "Atemschaukel" auch für den Deutschen Buchpreis nominiert. Darin verarbeitet Müller das Schicksal eines 17-Jährigen Rumäniendeutschen, der im Zweiten Weltkrieg zur Zwangsarbeit in die damalige Sowjetunion deportiert wird. Auch Müllers Mutter wurde 1945 für fünf Jahre in ein Arbeitslager in die Sowjetunion deportiert.
Kein Kommentar von Reich-Ranicki
Günter Grass reagierte sehr zufrieden auf die Entscheidung. Müller sei eine sehr gute Romanautorin, sagte der Literatur-Nobelpreisträger von 1999. Sein persönlicher Favorit in diesem Jahr sei der israelische Autor Amos Oz gewesen. Der Spitzenverband der deutschen Buchbranche reagierte mit "uneingeschränkter und riesiger Freude" auf Müllers Auszeichnung. "Sie ist eine der größten Stimmen, die wir haben. Kräftig und fein", sagte der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Gottfried Honnefelder. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gratulierte der in Berlin lebenden Nobel-Preisträgerin "zu diesem einzigartigen Erfolg". Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki lehnte hingegen einen Kommentar ab: "Ich will nicht über die Herta Müller reden. Adieu", sagte er in einem Telefongespräch.
Große Freude herrschte auch in dem kleinen Ort Nitzkydorf im Westen Rumäniens, dem Heimatdorf der deutschen Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller. Bürgermeister Ioan Mascovescu sagte der Nachrichtenagentur AFP, er sei "glücklich", dass mit Müller eine aus Nitzkydorf stammende Autorin die begehrte Auszeichnung erhalte - auch wenn sie nicht mehr dort lebe. Herta Müllerwar 1987 mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Richard Wagner, nach Deutschland ausgewandert.
Noch wenige Tage vor der Zuerkennung des Nobelpreises hatte sich Herta Müller äußerst skeptisch über ihre Chancen geäußert. "Ich glaube nicht daran. Ins Gespräch kommt man ja immer, aber das machen die dieses Jahr nicht", sagte sie. "Aber ich bin kein Star und mag auch nicht in die Öffentlichkeit gezerrt werden." (Quelle:tagesschau.de)
Der Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an die in Rumänien geborene Deutsche Herta Müller. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie in Stockholm mit. Sie begründete ihre Auswahl unter anderem mit der Reinheit der Dichtung, die Müllers Werken innewohne. Müller zeichne "mittels der Verdichtung der Poesie und der Sachlichkeit der Prosa Landschaften der Heimatlosigkeit".
"Als ich ihre Bücher gelesen habe, hat mich das innerlich erschüttert", sagte der Chef der Nobelpreis-Akademie, Peter Englund. Müller schreibe "völlig ehrlich, mit einer unglaublichen Intensität. Sie schreibt auch als jemand aus einer Minderheit, völlig ohne Rücksicht auf sich selbst". Müller habe "wirklich eine Geschichte zu erzählen." Auf den Anruf aus Stockholm habe sie "überglücklich" reagiert, sagte Englund.
Eine Sprecherin des Carl Hanser Verlags sagte, die Schriftstellerin sei von ihrer Auszeichnung mit dem Literatur-Nobelpreis überrascht worden. In einem Telefonat habe Müller gesagt, sie könne das Ganze gar nicht glauben, sagte die Verlagssprecherin, bei dem Müllers aktuelles Buch "Atemschaukel" erschienen ist. Am Telefon habe die Schriftstellerin "gelacht und geweint".
Die Schriftstellerin lebt in Berlin. Sie wurde am 17. August 1953 im rumänischen Nitzkydorf geboren. Ihre Eltern gehörten der dortigen deutschsprachigen Minderheit an. In ihrer Heimat mit einem Publikationsverbot belegt, verließ sie 1987 Rumänien und zog in die Bundesrepublik. Ihre Werke sind geprägt von ihren Erfahrungen im totalitären Ceausescu-Regime. Sie ist mit ihrem in diesem Jahr erschienenen Roman "Atemschaukel" auch für den Deutschen Buchpreis nominiert. Darin verarbeitet Müller das Schicksal eines 17-Jährigen Rumäniendeutschen, der im Zweiten Weltkrieg zur Zwangsarbeit in die damalige Sowjetunion deportiert wird. Auch Müllers Mutter wurde 1945 für fünf Jahre in ein Arbeitslager in die Sowjetunion deportiert.
Kein Kommentar von Reich-Ranicki
Günter Grass reagierte sehr zufrieden auf die Entscheidung. Müller sei eine sehr gute Romanautorin, sagte der Literatur-Nobelpreisträger von 1999. Sein persönlicher Favorit in diesem Jahr sei der israelische Autor Amos Oz gewesen. Der Spitzenverband der deutschen Buchbranche reagierte mit "uneingeschränkter und riesiger Freude" auf Müllers Auszeichnung. "Sie ist eine der größten Stimmen, die wir haben. Kräftig und fein", sagte der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Gottfried Honnefelder. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gratulierte der in Berlin lebenden Nobel-Preisträgerin "zu diesem einzigartigen Erfolg". Der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki lehnte hingegen einen Kommentar ab: "Ich will nicht über die Herta Müller reden. Adieu", sagte er in einem Telefongespräch.
Große Freude herrschte auch in dem kleinen Ort Nitzkydorf im Westen Rumäniens, dem Heimatdorf der deutschen Literatur-Nobelpreisträgerin Herta Müller. Bürgermeister Ioan Mascovescu sagte der Nachrichtenagentur AFP, er sei "glücklich", dass mit Müller eine aus Nitzkydorf stammende Autorin die begehrte Auszeichnung erhalte - auch wenn sie nicht mehr dort lebe. Herta Müllerwar 1987 mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Richard Wagner, nach Deutschland ausgewandert.
Noch wenige Tage vor der Zuerkennung des Nobelpreises hatte sich Herta Müller äußerst skeptisch über ihre Chancen geäußert. "Ich glaube nicht daran. Ins Gespräch kommt man ja immer, aber das machen die dieses Jahr nicht", sagte sie. "Aber ich bin kein Star und mag auch nicht in die Öffentlichkeit gezerrt werden." (Quelle:tagesschau.de)
süßen getränke neuen wellness enthalten regel light-getränke beinhalten süßstoff entwickelt manchen menschen heißhungerattacken natürlich alkohol weglassen gegen gelegentliches glas wein nichts einzuwenden vorratshaltung verführt konsum packen steht immer engen zusammenhang entsprechend gesunden bestücken gesunde knabbereien rohkost obst gewürzgurken salat gehören jeden fall dazu daraus lässt allgemeines
selbst wenn jahresbeginn manchmal noch nicht wirklich aussieht nächste frühling kommt garantiert angeblich auch frühlingsgefühle steigenden temperaturen fühlen sich viele menschen beschwingter trüben wintermonaten dicken winterjacken können endlich wieder schrank verbannt werden leichtere kleidung frische kleiderfarben schaufenstern läuten beginnende lebenslust parks füllen verliebten händchenhaltenden paaren single macht rasch suche nach seinem seelenverwandten flirtet zeug hält
