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Somatogene Depressionen

Somatogene Depressionen

Organische Ursachen für eine Depression.
Körperlich begründbare (somatogene) Depressionen stehen in ursächlichem Zusammenhang mit einer körperlichen Krankheit oder Funktionsstörung. Dabei unterteilt man 2 große Gruppen:
Organische Depressionen:
Organische Depressionen als unmittelbare Folge von Hirnerkrankungen oder -schädigungen wie Hirnverletzungen, Hirntumoren, Hirngefäßverkalkung, Schlaganfall, altersbedingte Abbauprozesse usw.
Symptomatische Depressionen:
Symptomatische Depressionen als seelische Folge körperlicher Allgemeinschädigungen und -erkrankungen, die die Hirnfunktion indirekt beeinträchtigen. Beispiele sind Infektionen und Kreislauferkrankungen, aber auch die Einnahme, besonders die missbräuchliche, von entsprechenden Arzneimitteln usw.


Diese Depressionen sind häufig hinter organischen Beschwerden versteckt. Ein besonderes deutliches Beispiel sind chronischen Schmerzpatienten, die über Jahre trotz der Einnahme verschiedenster Medikamente, weiter unter Schmerzen leiden. Auch Tumorpatienten, die neben den körperlichen Beschwerden ihre Situation häufig als "aussichtslos" empfinden, entwickeln häufig Somatogene Depressionen. Körperlich begründbare Depressionen finden sich vor allem im internistischen, orthopädischen, gynäkologischen u.a. Bereich. Die Ausprägung dieser Depression ist meist geringer, das seelische Leiden häufig maskiert, d. h. hinter körperlichen Krankheitszeichen versteckt. Das kann dazu führen, dass man sich vor allem um das organische Beschwerdebild bemüht und auf Dauer wundert, weshalb sich trotz optimaler Therapie nichts bessert. Erst wenn man merkt, dass hier gleichsam eine unerkannte Depression den körperlichen Genesungsverlauf im geheimen bremst und sich dann therapeutisch auch der versteckten Schwermut annimmt, kommt endlich der so lange ersehnte allgemeine Behandlungserfolg auf seelischer und körperlicher Ebene in Gang.



Leichtere, aber lang anhaltende Gemütsstörungen
Manchmal wird eine Depression zu einer chronischen Erkrankung. In letzter Zeit widmet man wieder den leichteren, aber dafür lang andauernden Gemütsstörungen besonderes Interesse. Das sind mildere Hochs und Tiefs, die bisweilen ein ganzes Erwachsenenleben andauern, eine Art chronische Verstimmung ohne Ursache. Die Perioden gehobener Stimmung können angenehm sein, die eher missgestimmt-depressiven Zustände natürlich nicht, sind aber dafür nicht ausreichend schwer genug, um einen Arzt aufzusuchen.


Milde depressive Dauerzustände hellen sich oft nicht mehr auf.
Neben diesem chronischen leichteren Auf und Ab gibt es auch noch mildere depressive Dauerzustände: Müde, schlechter Schlaf, missgestimmt, melancholisch, nichts wird genossen, jede Energie wird von einer ständigen Grübelei aufgesaugt. Manchmal tritt dieser verdrießliche Zustand auch nach einer endogenen depressiven Phase, nach einem Trauerfall oder einer anderen Belastung auf, um sich nie mehr so richtig aufzuhellen. (Quelle:medizinfo.de)
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